Aktuelles

30. Oktober 2009

Das Uniklinikum Dresden bekommt ein osteologisches Schwerpunktzentrum

Prof. Dr. Lorenz Hofbauer leitet das neue Zentrum zur Behandlung von Knochenkrankheiten.

Die Osteologie beschäftigt sich mit Erkrankungen des Skelettsystems. Dabei geht es um Störungen im Knochenaufbau sowie im Knochenstoffwechsel. Ein wichtiger Bereich ist die Erforschung und Behandlung von Osteoporose. Aber auch seltenere Erkrankungen wie die Paget-Krankheit, die zu einer starken Verdickung der Knochen führt, Osteogenensis imperfecta, umgangssprachlich als Glasknochenkrankheit bezeichnet, oder entzündliche Knochenerkrankungen gehören in den Bereich der Osteologie.

Erkrankungen des Knochensystems sind vielfältig und erfordern umfangreiches Expertenwissen, damit sie erfolgreich behandelt werden können. Dass dieses am Uniklinikum Dresden zu finden ist, wissen betroffene Patienten schon lange. Und sie nutzen es. Offiziell bestätigt hat das nun auch der wissenschaftliche Dachverband Osteologie: mit dem Zertifikat für ein „Klinisches osteologisches Schwerpunktzentrum“. Knochenexperte Prof. Dr. Lorenz Hofbauer von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III ist der Leiter dieses Zentrums.
Lorenz Hofbauer: „Zu den osteologischen Erkrankungen gehören etwa 100 verschiedene Störungen des Knochenaufbaus sowie des Knochenstoffwechsels. Die Osteoporose ist vielleicht die bekannteste Knochenstoffwechselerkrankung. Diese betrifft nicht nur Frauen, sondern auch Männer. Aber auch Knochenerkrankungen aufgrund einer hochdosierten Kortison- oder Krebstherapie gehören ebenso dazu wie die seltene Paget-Erkrankung, bei der sich – meist bei älteren Patienten – die Knochen unkontrolliert verdicken, oder die Osteogenensis imperfecta, eine Erbkrankheit, die zu einer extrem hohen Knochenbrüchigkeit führt, und umgangssprachlich als Glasknochenkrankheit bezeichnet wird.

Voraussetzung für das Zertifikat zum „Klinischen osteologischen Schwerpunktzentrum“ waren neben dem Expertenwissen und –können auch die Ausstattung des Uniklinikums: So mussten Hofbauer und sein Team nachweisen, dass alle Voraussetzungen zu neurologischen klinischen und osteologischen Untersuchungen, einschließlich eine Knochendichtemessung, sowie zu möglichen weiterführenden Untersuchungen wie Kernspintomographie, Computertomographie oder Szintigraphie vorhanden sind. „Wir mussten auch zeigen, dass wir eine gute physiotherapeutische Abteilung haben und mit anderen Abteilungen wie Orthopädie, Unfallchirurgie, Radiologie sowie Pathologie gut zusammenarbeiten“, so der Experte für Knochenerkrankungen.

Auch ohne die offizielle Ernennung zum „Klinischen osteologischen Schwerpunktzentrum“ sind Prof. Hofbauer und sein Team schon lange über die Grenzen Dresdens hinaus bekannt. „Die meisten leiden an Osteoporose“, so der Medizinprofessor, „aber auch jüngere Patienten wie Sportler, Patientinnen mit Essstörungen oder junge Mütter suchen nach Knochenbrüchen unseren Rat.“  Neben seiner Arbeit als Arzt und Forscher steht Lorenz Hofbauer seinen niedergelassenen Kollegen auch als „osteologischer“ Ratgeber zur Seite, wenn dies gewünscht wird.

Kontakt:
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden an der Technischen Universität Dresden AöR
Medizinische Klinik und Poliklinik III
Prof. Dr. med. Lorenz Hofbauer

Tel.: +49 0351 458 3173
Fax: +49 0351 458 4309

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Internet: www.uniklinikum-dresden.de/das-klinikum/kliniken-polikliniken-institute/mk3

 

22. Oktober 2009

Fortbildungsveranstaltung Carus Consilium Sachsen
Thema: Influenzapandemie - Schutzimpfung

Wir möchten auf diesem Wege auf die kommende Fortbildungsveranstaltung „Influenzapandemie – Schutzimpfung“ am 03. Dezember 2009 aufmerksam machen. Das in den Medien stark diskutierte Thema der „Schweinegrippe“ wollen wir aufgreifen und Sie im Rahmen dieser Fortbildungsveranstaltung informieren, aufklären und beraten. Als Referent wird Herr Dr. med. D. Beier von der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen und Vorsitzender der Sächsischen Impfkommission anwesend sein.  

Veranstaltungszeit und -ort:
3. Dezember 2009, 16.30 – 18.00 Uhr
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden an der TU Dresden AöR
Haus 40, Hörsaal im Dekanatsgebäude
Fiedlerstraße 27
01307 Dresden

Anmeldung der Teilnahme:
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Tel.:  0351 458 / 5039

Die Fortbildungsveranstaltung ist kostenfrei.

Wir erlauben uns darauf hinzuweisen, dass am gleichen Tag die Leiterin des Krisenstabes Influenzapandemie im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Familie, Frau Dipl. med. Heidrun  Böhm, von 15:30 bis 16:30 Uhr zum aktuellen Verlauf der Influenzapandemie referieren wird. Dieser Vortrag findet im Rahmen des Symposiums „Praxis der Krankenhaushygiene“ des Fort- und Weiterbildungszentrums des Universitätsklinikums Dresden im Medizinisch-Theoretischen-Zentrum des Universitätsklinikums statt.

Den Veranstaltungsflyer des Symposiums können Sie sich hier herunterladen.

 Veranstaltungsflyer "Praxis der Krankenhaushygiene" 

 

05. Oktober 2009

Liebe Partner des Carus Consilium Sachsens, auch diesen Monat möchten wir Ihnen unseren aktuellen Newsletter nicht vorenthalten. Viel Spaß beim Lesen des Newsletters.


 Aktueller Newsletter Oktober 2009

 

02. Oktober 2009

Fachübergreifend unter einem Dach: Forschungsgebäude des Universitäts KrebsCentrums eingeweiht

Neue Impulse für die interdisziplinäre Krebsforschung

Gemeinsam mit dem Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe e. V. ist am 02. Oktober 2009 das Forschungsgebäude des Universitäts KrebsCentrums (UCC) eingeweiht worden. „Mit einer Investition von rund 1,3 Millionen Euro hat die Medizinische Fakultät der TU Dresden das Haus 31 innerhalb eines Jahres saniert und so umgebaut, dass hier vereint unter einem Dach onkologische Forschungsgruppen verschiedener Fachrichtungen arbeiten“, erläutert Prof. Dr. Michael Baumann, Direktor des Universitäts KrebsCentrums.

Auf insgesamt 500 Quadratmetern Labor- und 250 Quadratmetern Büroflächen arbeiten neben dem „Zentrum für Innovationskompetenz für Medizinische Strahlenforschung in der Onkologie – OncoRay“, das bereits 2005 seine sanierten Räume bezog, in dem Haus onkologische Arbeitsgruppen zur Pankreasforschung, Chirurgischen Forschung, Pharmakogenetik und Tumorimmunologie. Ebenso sind die durch die Deutsche Krebshilfe e.V. geförderten UCC-Bereiche Tumor- und Normalgewebebank, Öffentlichkeitsarbeit und Bildungsprojekte, klinische Translationsstudien und Tumorepidemiologie in dem Gebäude untergebracht.

Ab 2010 wird die Dresdner Partnerstelle des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg (DKFZ) die Arbeit in dem Gebäude aufnehmen. „Es ist ein großer Gewinn, dass durch das neue Forschungsgebäude Wissenschaftler aus verschiedenen Fachrichtungen, die im Universitäts KrebsCentrum auch gemeinsam die Patienten betreuen, interdisziplinäre Forschungsprojekte zur Entwicklung neuer Krebstherapien durchführen können“, so Prof. Dr. Andreas Deußen, Prodekan der Medizinischen Fakultät der TU Dresden.
Die Signalwirkung des neuen UCC-Forschungsgebäudes betont Prof. Dr. D. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus: „Die noch engere Verzahnung der interdisziplinären Krebsforschung auf dem Campus des Universitätsklinikums stellt sicher, dass der modernste Wissenstand bei jedem Schritt von der Diagnostik bis zur Behandlung berücksichtigt wird.“ Er erwartet, dass neueste Forschungskenntnisse noch schneller den an Krebs erkrankten Patienten zur Verfügung stünden.

Das Universitäts KrebsCentrum Dresden und die weiteren bundesweit zehn „Onkologischen Spitzenzentren“ sollen nach den Vorstellungen der Deutschen Krebshilfe künftig neue Standards in der Diagnostik, Behandlung und Betreuung von Krebserkrankungen etablieren sowie Krebspatienten nach weitgehend einheitlichen Prozessen versorgen. „Davon versprechen wir uns eine deutliche und nachhaltige Verbesserung der Patientenversorgung“, so Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe e.V. Die Einweihung des fachübergreifenden Forschungsgebäudes zeige, dass das UCC Dresden die hohen Standards eines „Onkologischen Spitzenzentrums“ Schritt für Schritt weiter auf- und ausbaue.

Weitere Informationen:

Professor Dr. Michael Baumann
Direktor des Universitäts KrebsCentrums Dresden
Tel. (0351) 458-2095
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Pressekontakt:
Birte Urban-Eicheler
Öffentlichkeitsarbeit
Tel. (0351) 458-7443
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

16. September 2009

6. Lübecker Symposium - Dresdner Erklärung verweist auf politische und wirtschaftliche Erfolgsfaktoren im Gesundheitswesen

Die vom Beratungsunternehmen GSK Strategy Consultants initiierte Veranstaltungsreihe „Lübecker Symposium“ wurde in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden an der TU Dresden AöR und dem Gesundheitsnetzwerk Carus Consilium Sachsen am 10./11. September 2009 in Dresden fortgesetzt. Eröffnet wurde das „6. Lübecker Symposium“ durch Grußworte der Sächsischen Staatsministerin, Christine Clauß und Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz.

Experten formulierten die wesentlichen Strategien und Elemente einer zukunftsfähigen Krankenversorgung. Wichtige Thesen daraus sind in die Dresdner Erklärung eingeflossen und verstehen sich als Messlatte für eine nachhaltige Gesundheitspolitik.
Das 13 Thesen umfassende Papier war ein Themenschwerpunkt beim „6. Lübecker Symposium“, zu dem rund 250 Experten aus ganz Deutschland nach Dresden gekommen sind. Die „Dresd­ner Erklärung“ kritisiert unter anderem die aktuelle Diskussion zur Zukunft der Krankenversorgung: Leichtfertig würden verwaltungstechnische Lösungen zur Beseitigung der vermeintlichen Ressourcenknappheit in den Mittelpunkt gerückt, so die Initiatoren des Symposiums. Sie selbst sehen im Aufbau effizienterer Strukturen eine Chance, den Herausforderungen des demographischen Wandels und der damit verbundenen Unterfinanzierung wirksam zu begegnen.

Das Symposium legte seinen Fokus auf die medizinische und betriebswirtschaftliche Alltagsperspektive. Desweiteren wurde auch eine weitere Dimension erfolgreichen Wirtschaftens im Gesundheitswesen aufgegriffen: Mediziner und Klinikvorstände müssen sich heute als Manager verstehen und aus einem endlichen Budget das Maximum für ihr Unternehmen schöpfen. Dazu bedarf es eines strategischen Unternehmensmanagements, das sich moderner Organisations- und Infrastrukturkonzepte bedient.

In den rund 30 Vorträgen wurden hierzu beispielhaft Projekte und Wege vorgestellt, die Basis für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung im Gesundheitswesen sind. 

Hier können Sie die „Dresdner Erklärung“ herunterladen.

 Dresdner Erklärung

Weitere Informationen sowie alle Vorträge der Veranstaltung können Sie auf der Webpage
www.luebecker-symposium.de einsehen.

 
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