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18. Dezember 2008 Netzwerk "Carus Consilium Sachsen" startet mit sieben Schwerpunktthemen und setzt nationalen Krebsplan um. Demenz, Diabetes, Osteoporose, Krebs, Schlaganfall und psychische Erkrankungen sowie regionale Formen der Krankenversorgung sind die Themenschwerpunkte, auf die sich das Netzwerk "Carus Consilium Sachsen" (CCS) in seiner Startphase konzentrieren wird. Hierzu formierten sich bereits entsprechende Kernarbeitsgruppen, deren inhaltliche Ausrichtungen Anfang Dezember verabschiedet wurden. Ziel des federführend vom Universitätsklinikum Carl Gustav Carus initiierten CCS ist es unter anderem, die Zusammenarbeit der in der Krankenversorgung tätigen Akteure zu unterstützen. Diese Kooperationen sollen über die bestehenden Sektorengrenzen ambulanter und stationärer Leistungen sowie der Rehabilitation hinweg etabliert werden. Patienten profitieren unmittelbar von diesem Netzwerk: Die in diesem Rahmen aufgebauten Strukturen tragen dazu bei, zwischen den Sektoren auftretende Reibungs- und Informationsverluste zu minimieren. Damit lassen sich etwa Doppeluntersuchungen vermeiden und Patienten schneller, effizienter und in besserer Qualität therapieren. Am Beispiel der Versorgung von Krebspatienten lässt sich das Vorhaben des CCS gut verdeutlichen: Die unterschiedlichsten Akteure - etwa Krankenhäuser, niedergelassene Ärzte, Physiotherapeuten und Pflegedienste - werden Teil eines integrierten, sektorübergreifenden Behandlungsnetzes. Die Vorgaben für diese durch das Carus Consilium Sachsen begleiteten Kooperationen sind im nationalen Krebsplan festgehalten, der kürzlich von der Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt vorgestellt wurde. Ziel des Plans ist es, die bedarfsgerechte Versorgung onkologischer Patienten in den kommenden Jahren zu verbessern. Ein wesentliches Element ist die regionale Verknüpfung aller Versorgungsangebote für Krebspatienten - Prävention, Diagnostik, Therapie, aber auch die palliative Versorgung unheilbarer Erkrankter. Auch soll Patienten aus ländlichen Regionen der Zugang zu hochspezialisierten Diagnostik und Therapie erleichtert werden. Das CCS tritt an, diese Vorgaben den regionalen Gegebenheiten anzupassen und zeitnah umzusetzen. Ziel des Netzwerkes ist es dabei, bundesweit eine Vorreiterrolle einzunehmen. Um den Auf- und Ausbau der Strukturen zu unterstützen, legt das ostsächsische Netzwerk insgesamt vier Forschungs- und Entwicklungsprojekte auf. Auch bei der Versorgung von Schlaganfallpatienten soll das Konzept des integrierten, sektorübergreifenden Behandlungsnetzes weiter ausgebaut werden. Hierzu initiierte das Universitätsklinikum das SOS-NET, dem sich seit 2007 eine große Zahl an Partnerkliniken der Region angeschlossen hat. Kernstück dieses Netzwerkes ist ein vom Sächsischen Sozialministerium gefördertes Datenübertragungssystem. Damit können sich die Schlaganfallexperten des Uniklinikums ein umfassendes Bild von einem Akutpatienten machen, der in einem Partnerkrankenhaus liegen. Rund um die Uhr können die Klinikärzte der Region auf die Expertise des Universitäts SchlaganfallCentrums zurückgreifen und auch direkt mit dem Patienten sprechen. Bereits in der Startphase zeigte sich, dass sich durch dieses Netzwerk die Akutversorgung von Schlaganfallpatienten deutlich verbesserte. Das SOS-NET möchte im Rahmen des CCS nun die Schnittstellen zwischen den Krankenhäusern und den Reha-Einrichtungen optimieren. Insbesondere die Rehabilitationskliniken der Region haben breits großes Interesse signalisiert, die Struktur der Patientenversorgung zu verbessern. Insgesamt werden im Rahmen des CCS drei Forschungs- und Entwicklungsprojekte initiiert, wobei die Bavaria in Kreischa die Koordination des Projektes "Rehabilitation" übernimmt. Kontakt: Carus Consilium Sachsen c/o Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Projektkoordinatorin: PD Dr. Andrea Morgner Tel: 0351/ 458-5040 E-mail:
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