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Aktuelles Carus Consilium Gesundheitsregion Sachsen

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Case Management SOS-Net Akutversorgung + Reha

karte sos netDamit auch Ärzte kleinere Krankenhäuser rund um die Uhr auf das Wissen spezialisierter Neurologen zurückgreifen können, entstand 2007 das am Dresdner Universitätsklinikum angesiedelte Schlaganfallversorgung Ost-Sachsen Netzwerk (SOS-Netz).

Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache und die häufigste Ursache für bleibende Behinderungen in Deutschland. Die Einführung von Stroke Units inklusive der Lysetherapie hat das neurologische Outcome der Patienten deutlich verbessert. In Ost-Sachsen existieren jedoch lediglich drei zertifizierte Stroke Units im Raum Dresden, so dass der Großteil der betroffenen Patienten nicht zeitnah in diesen Spezialeinheiten behandelt werden kann. Eine Anpassung der bestehenden Versorgungsstrukturen ist notwendig, um allen Patienten eine leitliniengerechte Akutversorgung zu ermöglichen.
Für die Verbesserung der Akutversorgung wurde im Jahr 2007 in der Gesundheitsregion Carus Consilium Sachen (CCS) das SOS-NET initiiert, an dem aktuell zwölf Kliniken beteiligt sind. Mit weiteren Kliniken befindet sich die Zusammenarbeit in unmittelbarer Vorbereitung, so dass Ende 2010 eine flächendeckende, leitliniengerechte Akutversorgung gewährleistet war.
Kompetenzträger ist dabei das Universitäts SchlaganfallCentrum (DUSC), das die telemedizinische Mitbeurteilung akuter Schlaganfallpatienten durch ein Videokonferenzsystem gewährleistet und den Aufbau eines einheitlichen Standarts für Schlaganfallpatieten in der Region unterstützt.
Die Strukturvoraussetzungen für die Teilnahme wurden vom DUSC geprüft. Zudem wurden einheitliche Therapieleitlinien erstellt und das ärztliche, pflegerische und therapeutische Personal in der Behandlung von akuten Schlaganfallpatienten geschult.
Im Jahr 2009 wurden 580 telemedizinische Konsile durchgeführt, wobei die Lysetherapie in 78 Fällen indiziert war. Das SOS-NET hat eine hohe Akzeptanz in den beteiligten Kliniken und leistet seinen Beitrag, eine leitliniengerechte, hochwertige Therapie flächendeckend anzubieten.
Mit Hilfe der Förderung durch die Sächsische Aufbaubank (SAB) kann nun das Netz durch die Implementation von Case Managern an der Schnittstelle Akutversorgung-Reha-Nachsorge weiter ausgebaut werden. Die Qualifizierungsmaßnahme wird  gemeinsam mit der Dresdner International University (DIU) angeboten.